Instructional Design und Learning Experience Design (LXD) aus München
ID.
LXD.
Talents.
Weltweit.
Instructional Design gestaltet Lernen als Erlebnis.
Sie haben ein LMS, ein Learning Management System. Sie haben einen Kurskatalog und E-Learning Angebote. Vielleicht haben Sie sogar richtig gute Inhalte? Herzlichen Glückwunsch! Und doch nutzt es kaum jemand. Warum? Corporate Learning wird in vielen Unternehmen noch immer vom Angebot her gedacht und nicht von der Frage, was Menschen in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich können, entscheiden und verändern sollen. Genau hier beginnt Instructional Design: Nicht bei der Plattform, nicht beim Authoring-Tool, sondern bei der Wirkung. Instructional Design übersetzt Ihre Geschäftsziele in lernbare, anwendbare Schritte und gestaltet Lernen so, dass daraus das richtige Verhalten resultiert.
Learning Experience Design (LXD) geht noch einen Schritt weiter. Es fragt nicht nur: Was sollen Ihre Mitarbeitenden lernen? Sondern auch: Wie erleben sie dieses Lernen vom ersten Klick bis zum Transfer in die Praxis? Denn diese Erlebnisse kann man gestalten. Und erst wenn beides zusammenkommt, Didaktik und Erlebnis, Struktur und Relevanz, entsteht aus digitaler Weiterbildung mehr als ein gepflegtes Ablagesystem. Dann kann Lernen leise wachsen in einer neuen Präsentationskultur, die wirkt.
"Créer le navire, ce n’est point tisser les toiles, forger les clous, lire les astres, mais bien donner le goût de la mer." (Citadelle. Paris: Gallimard, 1948)
Antoine de Saint‑Exupéry Tweet
Eine Lernreise beginnt mit der Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
In seinem Werk „Citadelle“ geht es Antoine Saint‑Exupéry sinngemäß nicht zuerst um Bretter, Nägel und Arbeitsanweisungen, sondern um etwas viel Schwierigeres: Menschen zur Sehnsucht nach dem Meer zu verführen. Genau dort liegt, wenn ich ehrlich bin (leider bin ich immer ehrlich), der Denkfehler vieler Unternehmen im Corporate Learning: Sie organisieren Inhalte, Systeme und Kurskataloge mit preußischer Gründlichkeit, wundern sich dann aber, warum niemand freiwillig an Bord geht. Ein LMS ist eben noch keine Lernkultur, so wie eine Werft noch keine Seefahrt ist. Ein volles LMS ist die Bibliothek von Babel des Unternehmens – alles ist vorhanden, nur blickt niemand hindurch und niemand kommt am Ende klüger heraus. Inhalte zu horten ist eben nicht dasselbe wie zum Lerne zu verführen. Instructional Design beginnt deshalb nicht mit der Frage, welche Module Sie hochladen wollen und ob SCORM 1.2 oder 2004 oder xAPI Anbindung, sondern mit einer viel ernsteren Frage:
Was sollen die lernenden Menschen am Ende anders verstehen, entscheiden und tun können? Welches Verhalten soll sich danach ändern?
Und Learning Experience Design ergänzt die zweite, oft vernachlässigte Frage:
Wie muss sich so eine Lernreise anfühlen, damit aus Pflicht nicht bloß Teilnahme, sondern echte innere Beteiligung wird?
Erst wenn beides zusammenkommt, didaktische Präzision und erlebbare Relevanz, entsteht eine Präsentationskultur, die Corporate Learning auf ein neues Level hebt: Weg vom Folienvorlesen, hin zu Lernformaten, die Orientierung geben, Aufmerksamkeit führen und Lust auf Anwendung machen. Oder kürzer gesagt: Wer nur Content verwaltet, füllt Aktenschränke. Aber wer Sehnsucht weckt, verändert Verhalten. Und das gelingt mit Storytelling.
Ein heißes Rendevouz: ADDIE trifft Storytelling
ADDIE steht für Analysis, Design, Development, Implementation und Evaluation und ist der wohl bekannteste Ordnungsrahmen des Instructional Design: Ein systematischer Denkweg, um Lernen nicht dem Zufall, der Laune des Fachexperten oder der Tyrannei der PowerPoint-Folienvorleser zu überlassen. Historisch kommt ADDIE aus der Familie militärisch geprägter, systematischer Entwicklungsmodelle der 1970er-Jahre. Der Begriff selbst wurde später zum Sammelnamen für genau diese fünf Grundschritte, nicht zu einem heiligen Gral mit Originalurkunde im Schrein. Seine Stärke ist bis heute bestechend: ADDIE zwingt dazu, erst den Bedarf zu klären, dann Ziele, Inhalte, Strategie, Umsetzung und Evaluation sauber aufeinander zu beziehen. Also eben nicht mit hübschen Modulen zu beginnen, bevor überhaupt klar ist, welches Problem gelöst werden soll? Nur hat ADDIE, bei aller Vernunft, ein kleines romantisches Defizit: Er erklärt hervorragend, wie man Lernarchitektur baut, aber nur unzureichend, warum ein Mensch dieser Architektur denn auch innerlich folgen soll. Genau hier kommt die Tiefe von Storytelling ins Spiel. Nicht als dekorative Liebesperlen auf dem E-Learning-Cupcake, sondern als die eigentliche Kunst, Inhalte in eine sinnvolle, erfahrbare Dramaturgie zu bringen, mit Spannung, Relevanz, Entscheidung, Konsequenz und einem erkennbaren menschlichen Einsatz. Storytelling hilft beim Lernen, weil Geschichten Komplexität begreifbar machen. Sie erzeugen emotionale Beteiligung, stützen Erinnerung und übersetzen abstrakte Information in erlebbare Situationen, in denen Lernende sich selbst wiedererkennen können. Für Learning Experience Design (LXD) ist das entscheidend: Erst Storytelling macht aus einer didaktisch korrekten Sequenz eine Lernerfahrung mit Sog, Orientierung und Bedeutung. So wird aus einem formal richtigen Kurs eine Reise, der man nicht nur folgt, sondern auch folgen will. Oder anders gesagt: ADDIE baut das Schiff, Storytelling macht die Lust auf das Meer. Weil Storytelling kennt die Tiefen des Ozeans. And you’re here in my heart, and my heart will go on and on, mmmh.
Ist Ihr LMS so sicher wie die Titanic?
Die Titanic war das Wunderwerk ihrer Zeit, ein Inbegriff von Größe, Luxus und technischer Überlegenheit und Sicherheit. Sie galt als unsinkbar, bis sie auf ihrer Jungfernfahrt nach der Kollision mit einem Eisberg unterging. Leider teilen viele Lernprojekte dasselbe Schicksal: Außen makellos, innen überzeugt von der eigenen Exzellenz, voller Systeme, Features, Prozesse und endlose Deckpläne. Was ADDIE allein mitunter übersieht, ist der Eisbarg unterhalb der Wasserlinie. Die unsichtbare Tiefe des Menschen: Fehlender Sinn, mangelnde Relevanz, keine emotionale Beteiligung, keine innere Bewegung. Storytelling sieht tiefer. Es fragt nicht nur, wie ein Lernangebot gebaut wird, sondern worin seine menschliche Spannung liegt: Wer steht hier vor welcher Herausforderung? Was steht auf dem Spiel? Warum sollte mich das kümmern? High-Stakes? Deswegen müssen wir ADDIE mit Storytelling verkuppeln. So wird aus dem perfekten Schiff die perfekte Reise. Weil wir wollen schließlich ankommen.
Wie helfe ich Ihnen als Instructional Designer?
Ich arbeite auf beiden Ebenen: Erst Learning Experience Design (LXD) für die Reise, dann Instructional Design für die einzelnen Stationen.
Anders gesagt: Ich beginne nicht mit einzelnen Modulen, wenn die Lernreise als Ganzes noch nicht stimmt. Erst wenn klar ist, wie Menschen durch ein Lernen geführt werden sollen, lohnt sich der Feinschliff jeder einzelnen Station.
Hier habe ich beide Ebenen einmal nach Dimensionen aufgestellt:
| Dimension | Instructional Design | Learning Experience Design |
|---|---|---|
| Fokus | Inhalte sauber vermitteln. | Gesamte Erfahrung des Lernenden. |
| Leitfrage | Wie vermitteln wir das korrekt? | Wie wird daraus eine gute Lernreise? |
| Ziel | Ein gutes Lernmodul. | Eine wirksame Lernarchitektur. |
| Perspektive | Inhalt, Aufbau und Didaktik. | Mensch, Kontext, Motivation, Emotion und Lerntransfer. |
| Erfolg | Lernziel erreicht. | Lernen wird durchlaufen und angewendet. |
Ich kann Ihnen helfen, wenn:
- Ihr Onboarding aus Dokumenten, Videos und Pflichtmodulen besteht, aber keine echte Lernreise bildet.
- Ihre Webinare fachlich stark sind, aber nach kurzer Zeit an Energie verlieren (und langweilen!).
- Ihr LMS Inhalte speichert, aber ohne spürbare Lernkultur verstaubt.
- Sie bestehende Expertise im Unternehmen haben, die sich aber ohne Zugang in wenigen Personen verbirgt.
- Ihre internen Kursleiter und Multiplikatoren eine didaktische Trainerausbildung brauchen könnten.
Was ich für Sie als Instructional Designer gestalte und begleite
Der erste Arbeitstag entscheidet nicht alles. Aber er setzt einen Ton. Ich gestalte Onboarding nicht als Dokumentenstapel, sondern als Lernreise, die Orientierung, Relevanz und Anschluss schafft. Der erste Eindruck bleibt, oder?
Viele Webinare sind inhaltlich ordentlich und didaktisch sehr unglücklich gestaltet. Ich arbeite daran, dass aus Input eine echte Lernerfahrung wird mit klarer Dramaturgie, guter Aktivierung und sinnvoller Struktur.
Wenn Produkte und Leistungen stark erklärungsbedürftig sind, wird das Webinar schnell zum Bindungs- und Vertriebsinstrument. Dann braucht es nicht nur Fachwissen, sondern eine Erfahrung, die verständlich, relevant und aktivierend ist.
Aus Einzelmodulen wird noch kein Curriculum. Ich entwickle Lernpfade und Strukturen, die nach Rollen, Reifegraden und Anwendungskontexten sinnvoll aufgebaut sind. Ein guter Mix zeigt das ganze Bild für eine erwünschte Lernerfahrung und nicht nur einzelne Puzzle-Teile.
Unsere Zusammenarbeit im Instructional und Learning Experience Design
Unsere Zusammenarbeit startet mit einem klaren Blick auf das große Ganze: Wir klären, welche Ziele Sie mit Ihrem Kurskatalog oder Lernangebot erreichen wollen, wer Ihre Lernenden sind und wie eine überzeugende Lernerfahrung aussehen soll. Darauf aufbauend entwickle ich das didaktische Konzept, strukturiere Lernpfade, Module und Inhalte aus Sicht des Learning Experience Design und verankere Storytelling gezielt dort, wo es Relevanz, Motivation und Transfer stärkt. Erst wenn diese Grundlage steht, gehen wir tiefer in den Aufbau einzelner Module, Lernstrecken und Lektionen. Je nach Bedarf begleite ich Sie dabei rein beratend auf strategischer und konzeptioneller Ebene oder auch bis in die konkrete Ausarbeitung. Die Zusammenarbeit ist entweder projektbasiert für ein klar umrissenes Gesamtwerk möglich oder als laufende Begleitung im Retainer-Modell gemäß abgesprochenem Angebot. In unserem Erstgespräch können wir uns Ihre individuellen Anforderungen einmal in Ruhe anschauen und die Möglichkeiten besprechen, die Ihnen meine Kombination von ADDIE und Storytelling bietet.
Welche Lernerfahrungen wünschen Sie sich?
Sollten Sie keinen passenden Termin in meinem Kalender finden für unser Erstgespräch, schreiben Sie mir hier im Formular Ihre Wünsche und Anforderungen. Ich antworte Ihnen persönlich.
FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Instructional Design
Instructional Design ist die systematische didaktische Planung von Lernangeboten. Es geht darum, Inhalte nicht einfach nur bereitzustellen, sondern sie so zu strukturieren, dass Menschen sie nachvollziehen, einordnen und anwenden können. Ich übersetze also Fachwissen in Lernarchitektur: Mit klaren Zielen, einer sinnvollen Reihenfolge, passenden Formaten und einer Dramaturgie, die nicht ermüdet, sondern führt. Lernangebote müssen so attraktiv sein, dass sie auch wahrgenommen werden.
Learning Experience Design (LXD) erweitert den didaktischen Blick um die tatsächliche Erfahrung der Lernenden. Es geht nicht nur darum, was gelernt werden soll, sondern auch darum, wie sich der Lernprozess anfühlt: Verständlich, relevant, motivierend, überfordernd oder beliebig. Ich achte deshalb nicht nur auf Inhalte und Ziele, sondern auch auf Orientierung, Einstieg, Aktivierung, Transfer und die Frage, warum jemand überhaupt dranbleiben sollte. Ein gutes Lernangebot informiert nicht nur. Es nimmt Menschen mit durch gutes Storytelling.
Instructional Design sorgt für Struktur, Klarheit und didaktische Logik. Learning Experience Design schaut zusätzlich darauf, wie diese Struktur bei Lernenden ankommt und welche Erfahrung sie dabei machen. Das eine fragt: Was muss wie aufgebaut werden? Das andere fragt: Wie wird daraus ein stimmiges Lernerlebnis? Ich arbeite nicht in Entweder-oder-Kategorien. Ich verbinde beides, weil gute Didaktik ohne eine gute Erfahrung nur trocken bleibt und eine gute Erfahrung ohne didaktische Substanz selten zum Ziel führt.
ADDIE ist ein bekanntes Modell des Instructional Design mit fünf Phasen. Es steht für Analysis, Design, Development, Implementation und Evaluation. Ich nutze es nicht als starres Ritual, sondern als nützliche Denkstruktur. Es hilft dabei, Lernprojekte sauber aufzubauen und systematisch weiterzuentwickeln. Gleichzeitig gilt: Ein Modell ist nur dann hilfreich, wenn es Klarheit schafft. In enger Verbindung mit Storytelling gelingt mit ADDIE ein attraktives Learning Experience Design.
Eine wichtige, aber keine dekorative. Storytelling ist für mich nicht das hübsche Beiwerk am Rand eines Kurses, sondern ein Mittel, um Relevanz, Kontext, Spannung und Erinnerung zu erzeugen. Menschen folgen eher, wenn sie verstehen, worum es geht, warum es zählt und welche Konsequenzen bestimmte Entscheidungen haben. Genau dafür nutze ich narrative Elemente, Szenarien, Beispiele und dramaturgische Führung. Gute Geschichten machen Lernen nicht nur angenehmer. Sie machen es oft erst möglich. Instructional Design ohne Storytelling ist wie ein Konzert ohne Musik. Würden Sie zu so einem Konzert gehen wollen?
Beim Authoring sollten Sie nicht mit fröhlichen Widgets und Gadgets und hübschen Effekten Ihres Authoring Tools starten, sondern mit der didaktischen Frage: Was sollen die Lernenden am Ende verstehen, entscheiden oder anwenden können? Genau daraus ergeben sich erst Struktur, Ton, Dramaturgie, Aktivierung, Beispiele, Übungen und Feedback. Instructional Design verlangt also Klarheit in Lernziel, Aufbau und Führung. Learning Experience Design ergänzt die Frage, wie sich das Lernen für die Menschen anfühlt: Verständlich, relevant, motivierend oder nur zäh und langweilig? Gutes Authoring bedeutet deshalb nicht, möglichst viel Inhalt auf möglichst viele Seiten zu verteilen, sondern Lernprozesse so zu gestalten, dass Orientierung entsteht, kognitive Last beherrschbar bleibt und Transfer möglich wird. Oder wie ich gerne sage: Design folgt der Funktion.
In der Regel startet die Zusammenarbeit mit einem Gespräch. Ich möchte verstehen, welches Ziel Sie verfolgen, wer Ihre Lernenden genau sind, welche Inhalte bereits vorhanden sind und wo Sie im Moment den größten Handlungsbedarf sehen. Danach wird meist schnell sichtbar, ob es um einen neuen Kurskatalog, die Überarbeitung eines bestehenden Formats oder die konzeptionelle Schärfung einzelner Module geht. Bevor Sie mich buchen, sollten wir zuerst klären, worum es geht. Alles andere besprechen wir dann.
Instructional Design ist immer dann sinnvoll, wenn aus vielen Inhalten ein überzeugendes Lernangebot werden soll. Das gilt etwa für Onboarding, interne Qualifizierung, Produkttraining, Kundenbildung, Akademien, Webinare oder modulare Lernpfade. Besonders wertvoll wird meine Unterstützung, wenn Themen gewachsen sind, Stakeholder viele Wünsche haben und niemand mehr genau sagen kann, was eigentlich zuerst, warum und für wen überhaupt gedacht ist. Dann braucht es nicht noch mehr Material. Dann braucht es erstmal Sinn und Ordnung.
Ja. Ein LMS ist eine Plattform, aber noch keine didaktische Lösung. Sie können dort Inhalte ausspielen, Lernstände verwalten und Zugänge organisieren. Das ist nützlich. Aber die Frage, wie Lernen aufgebaut sein muss, damit Menschen tatsächlich folgen, verstehen und anwenden, beantwortet ein LMS nicht von selbst. Genau an dieser Stelle beginnt meine Arbeit. Ich denke vom Lernen her, nicht von der Oberfläche. Ein Buchregal sagt nichts über die Auswahl und Qualität Ihrer Bücher aus.
Beides ist möglich. Ich kann Sie rein strategisch und konzeptionell begleiten, etwa bei Analyse, Lernarchitektur, Kurskatalog, Storyline, Moduldesign oder didaktischer Schärfung. Ich kann aber auch tiefer einsteigen und die Zusammenarbeit bis in Storyboards, konkrete Lerneinheiten und die Ausarbeitung einzelner Module und Lektionen begleiten. Entscheidend ist nicht, wie viel ich mache, sondern was Ihr Projekt wirklich braucht. Nicht jede Frage verlangt sofort eine neue Produktion.
Ein gutes didaktisches Konzept beantwortet nicht nur die Frage, welche Themen angeboten werden, sondern auch, wie diese Themen zusammenhängen, für wen sie gedacht sind und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind. Dazu gehören Zielgruppen, Kompetenzstufen, Lernziele, Pfade, Modulstruktur, Übergänge, Transfermomente und eine klare Priorisierung. Ein Kurskatalog sollte nicht wie ein Warenregal wirken, in dem alles nebeneinander liegt. Er sollte Orientierung geben und auf vielen Wegen zum Lernen einladen.
Ich beginne in der Regel beim großen Ganzen und gehe dann schrittweise tiefer. Zuerst kläre ich Lernarchitektur, Ziele, Dramaturgie und Struktur. Danach folgt der Aufbau einzelner Module, die Logik von Lerneinheiten und schließlich, wenn gewünscht, die konkrete Ausarbeitung von Lektionen. Diese Reihenfolge ist kein Dogma, aber oft sehr vernünftig. Wer zu früh in einzelne Screens springt, optimiert schnell Details in einem System, das noch gar nicht sauber durchgedacht ist.
Ja, und genau darin liegt oft der besondere Wert eines Instructional Designers. Ich bin nicht in erster Linie der Fachexperte für das konkrete Schulungsthema, sondern der Experte für Aufbau, Dramaturgie, Didaktik und verständliche Darbietung. Meine Aufgabe ist es, aus Fachwissen ein Lernangebot zu machen, das logisch aufgebaut, relevant, lernbar und anwendbar ist. Das Fachwissen selbst kommt in der Regel von Ihren Expertinnen und Experten im Unternehmen. Ich sorge dafür, dass dieses Wissen nicht nur korrekt, sondern auch didaktisch sinnvoll strukturiert wird. Gerade deshalb ist Instructional Design so universell wertvoll: Ob Technik, rechtliche juristische Themen, Gesundheit, Compliance, IT, Vertrieb oder Leadership. Die Themen wechseln. Die Notwendigkeit guter Lernarchitektur bleibt dabei konstant.
Ja, sehr oft. Ich prüfe zuerst, was bereits vorhanden ist, was davon verwendbar ist und was nur besser strukturiert, gekürzt oder neu gerahmt werden muss. Nicht jedes bestehende Material ist didaktisch schwach. Manches ist schlicht überladen, unsortiert oder aus einer Fachlogik geschrieben, nicht aus einer Lernlogik. Dann ist keine komplette Neuerfindung nötig, sondern kluge Bearbeitung. Das spart Zeit, Budget und Nerven. Eine nicht ganz unwichtige Dreifaltigkeit. Amen.
Ich kalkuliere nicht pauschal, weil Projekte sehr unterschiedlich sind. Umfang, Reifegrad, Materiallage, Zahl der Beteiligten, Abstimmungsbedarf und gewünschte Tiefe der Begleitung machen einen erheblichen Unterschied. Deshalb beginne ich ungern mit einer Zahl im luftleeren Raum. Sinnvoller ist ein Erstgespräch und, wenn nötig, ein Blick auf vorhandene Materialien. Danach kann ich Ihnen ein belastbares Angebot machen. Erst verstehen, dann rechnen. Diese Reihenfolge hat sich bewährt. Bei mir bekommen Sie immer sofort das beste Angebot, ich kalkuliere nie mit Rabatten.
Beides ist möglich. Für klar umrissene Vorhaben arbeite ich projektbasiert, etwa für die Konzeption eines Kurskatalogs, eines Lernprogramms oder einer konkreten Lernstrecke. Wenn Sie über längere Zeit an einer Academy, einem internen Qualifizierungsangebot oder einer wachsenden Lernlandschaft arbeiten, kann ein Retainer sinnvoll sein. Dann begleite ich Sie laufend gemäß abgesprochenem Angebot. Das schafft Kontinuität, Priorisierung und eine didaktische Linie über einzelne Maßnahmen hinaus. Vor jeder Zusammenarbeit sprechen wir und Sie bekommen ein verbindliches Angebot von mir.
Das hängt stark vom Umfang und von der Entscheidungsfähigkeit auf Ihrer Seite ab. Ein klar umrissenes Konzept kann vergleichsweise zügig entstehen. Ein größerer Kurskatalog mit mehreren Stakeholdern, vorhandenen Altbeständen und vielen Abstimmungen braucht naturgemäß mehr Zeit. Ich arbeite lieber realistisch als euphorisch. Schnell ist möglich. Sinnvoll ist wichtiger. Und manchmal ist die schnellste Lösung überraschend langsam, weil vorher die falschen Fragen gestellt wurden. Eine gute Einschätzung für die Dauer unserer Zusammenarbeit können wir im Erstgespräch gewinnen.
Ja, regelmäßig. Fachwissen ist unverzichtbar, aber es übersetzt sich nicht von selbst in gute Lernangebote. Ich arbeite deshalb eng mit Fachverantwortlichen, Projektverantwortlichen und anderen Beteiligten zusammen, um Inhalte, Prioritäten und Realitäten sauber zu erfassen. Meine Aufgabe ist nicht, Fachlichkeit zu ersetzen, sondern sie in eine Form zu bringen, die Lernenden tatsächlich hilft. Der Stoff bleibt Ihrer. Die didaktische Form wird gemeinsam geschärft. Dazu führe ich meistens persönliche Gespräche in regelmäßigen Abständen mit den Fachexpertinnen und auch den Lernenden. So bin ich immer am Puls der Lernerfahrung.
Oft daran, dass zwar viel Inhalt vorhanden ist, aber wenig Orientierung und Beteiligung. Lernende springen ab, klicken sich durch, verstehen die Relevanz nicht oder können das Gelernte später nicht anwenden. Häufig sind Lernziele unklar, Module überfrachtet, Übergänge holprig oder Formate aus Sicht der Organisation gebaut, nicht aus Sicht der Lernenden. Mit anderen Worten: Es gibt Material, aber keine Führung. Genau solche Situationen schaue ich mir gerne an, weil dort meist der größte Hebel für Sie verborgen liegt.
Ich denke Lernangebote vom gewünschten Handeln her. Das heißt: Ich frage nicht nur, was Menschen wissen sollen, sondern was sie später anders tun, entscheiden oder einschätzen können müssen. Daraus ergeben sich andere Aufgaben, andere Beispiele, andere Übungen und andere Formen des Transfers. Anwendung entsteht selten durch noch eine Erklärung. Sie entsteht eher durch gute Kontexte, klare Entscheidungen und sinnvolle Aktivierung. Theorie ist gut. Praxis ist meist ehrlicher und deswegen besser.
Das hängt davon ab, was das Lernangebot leisten soll. Ich schaue nicht nur auf Teilnahme oder Abschlussquoten, sondern auf die Qualität der Lernziele, die Passung der Assessments, den Transfer in die Praxis und die Frage, ob das Format das gewünschte Verhalten oder Verständnis tatsächlich unterstützt. Alle Messkriterien für einen Lerntransfer sind relativ. Nicht alles, was zählbar und damit messbar ist, hat auch eine Bedeutung. Und nicht alles, was wirklich bedeutsam ist, zeigt sich sofort in einer hübschen Zahl. Deshalb lohnt es sich, Erfolgskriterien früh zu klären und nicht erst am Ende danach zu suchen. Wir können das Lernangebot nämlich von Anfang an auf den erwünschten Erfolg ausrichten.
Besonders wertvoll ist Learning Experience Design (LXD) überall dort, wo Lernende nicht nur einmal etwas konsumieren, sondern über längere Zeit geführt, motiviert und aktiviert werden sollen. Das betrifft zum Beispiel Onboarding, digitale Lernpfade, Produktqualifizierung, Blended Learning, Kundenbildung oder interne Akademien. Gerade bei modularen Angeboten zeigt sich schnell, ob jemand nur Inhalte nebeneinander in ein hübsches Schaufenster stellt oder ob daraus eine stimmige Lernerfahrung entstehen kann. Der Unterschied ist wesentlich größer, als es auf den ersten Blick scheint.
Instructional Design ist nicht auf E-Learning beschränkt, sondern ebenso für Blended-Learning-Angebote relevant. Gerade wenn Präsenzphasen, digitale Lernstrecken und Transferaufgaben sinnvoll ineinandergreifen sollen, braucht es ein didaktisch durchdachtes Konzept. Es sorgt dafür, dass Lernziele, Inhalte, Methoden und Medien sauber aufeinander abgestimmt sind. So entsteht kein Sammelsurium aus Workshop, Online-Modulen und Materialien, sondern ein wirksames Lernformat mit klarem roten Faden über alle Medien hinweg.